Engin Erkiner schrieb TÜRKISCHE KULTURKUNSTZEITSCHRIFTEN IN EUROPA

TÜRKISCHE KULTUR-KUNST-ZEITSCHRIFTEN IN EUROPA Engin Erkiner Ich fand den Namen „Migration Journals“ nicht richtig. Da sie in europäischen Ländern veröffentlicht wurden, waren die Herausgeber Einwanderer, aber diese Zeitschriften mussten nicht unbedingt Themen im Zusammenhang mit Einwanderung enthalten. Tatsächlich wird man sehen, dass dies in den Zeitschriftenmustern der Fall ist. „Türkische Zeitschriften“ wäre auch nicht richtig, denn ab 1980 erschienen viele türkische politische Zeitschriften in europäischen Ländern. Die erste Zeitschrift war Wildel, die Anfang der 1980er Jahre von Mustafa Demir in Berlin herausgegeben wurde. Im Vordergrund des Magazins stand die Aufdeckung des Regimes vom 12. September entsprechend den Charakteristika der Zeit. Der Kurs dauerte ein Jahr. Das allgemeine Merkmal solcher Zeitschriften ist, dass sie für kurze Zeiträume erscheinen. Seine Leser waren hauptsächlich Sozialisten, die vor und nach dem 12. September in europäische Länder gekommen waren, und jedes Segment las seine eigene Zeitschrift. Es könne nicht gesagt werden, dass dieses Segment mit Kultur und Kunst zu tun habe. 1982 begann Resistance mit der Ausstrahlung. Er war in Duisburg liiert, geriet aber nach einigen Punkten in bekannte Schwierigkeiten. Die erste davon war wirtschaftliche Not. Er zog nach Frankfurt und sein Name wurde in Summer geändert. Wenn diese Zeitschrift als Widerstand gezählt wird, wäre sie 28 Jahre lang erschienen. Die Zeitschrift sollte zwischen 1992 und 2001 in Deutschland als Literatur in Europa und der Türkei mit Autoren aus der Türkei erstellt, in der Türkei herausgegeben und sowohl in Europa als auch in der Türkei vertrieben werden. In den frühen 1900er Jahren war es das zweite Magazin, das zuerst in Europa und dann in der Türkei veröffentlicht wurde, nachdem das Meşveret-Magazin von İttihat ve Terakki in Paris veröffentlicht wurde. Es ist nicht möglich, genau zu wissen, wer seine Leser sind, da es sowohl von einigen Händlern als auch von Hand vertrieben wird. Man kann sagen, dass seine Leser meist keine organisierten Sozialisten sind. Die Leser des Magazins waren meist Menschen, die keiner bestimmten Organisation angehörten, sondern Linke und CHP waren. Sie würde 20 Jahre lang im Sommer mit einem eigenen Stand auf der Frankfurter Buchmesse stattfinden. Während Einwanderungsfragen in der Literatur weniger Platz eingeräumt wurde, wurden die Schriften von Intellektuellen und Künstlern, die nach dem 12. September in europäische Länder kommen mussten, stark hervorgehoben. Das Magazin erschien länger als die Summe aller zwischen 1980 und 2000 erschienenen Kultur- und Kunstmagazine, weil es sich eine eigene Leserschaft aufbauen kann. Die Zeitschriften, die mit finanzieller Unterstützung der Kulturämter ihr Erscheinungsleben starteten, konnten lange nicht herausgegeben werden. Als das Kulturamt aus dem einen oder anderen Grund die Unterstützung verlor, wurde auch die Sendung eingestellt. Von Geschichtenerzählern bis hin zu denen, die über die Ausstellungen türkischer Maler schrieben, von Dichtern bis hin zu Kulturschaffenden wie Server Tanilli, und viele Namen aus der Türkei wie Emin Karaca wurden in der Zeitschrift vorgestellt. Es war diese Vielfalt, die das Magazin am Laufen hielt. In Berlin erschien die Poesiezeitschrift Parantez, für die Gültekin Emre verantwortlich zeichnete. Es würde zwei Jahre dauern. Eine kulturliterarische Zeitschrift namens Demet in Frankfurt konnte nur in zwei Ausgaben erscheinen. Alli Cranes, erschienen bei Can Yoksul in Detmold, dauerte einige Jahre. Mit Unterstützung des Kulturamtes sollte für zwei Jahre ein deutsch-türkisches Magazin namens Magazin in Duisburg herausgegeben werden. Soweit ich weiß, hatte außerhalb Deutschlands eine von Ayşe Emel Mesçi herausgegebene Zeitschrift, in Frankreich Tiyatro 87 und 88, zwei Ausgaben. Die von İbrahim Yalçın in Paris herausgegebene französische Post hätte nicht mehr als zwei Ausgaben. In den Niederlanden wurde auch ein Kultur-Kunst-Magazin herausgegeben, aber ich erinnere mich nicht mehr an den Namen. Die Veröffentlichung wurde im Sommer 2010 eingestellt. Der Internet-Journalismus hatte begonnen, und das frühere Interesse an Print war zurückgegangen. In den folgenden Jahren erschienen kurzlebige und gedruckte Kultur- und Kunstzeitschriften, deren Namen ich mir aber nicht merken konnte.

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